Wer sind wir?

Wald Freiamt-Lenzburg ist die Vereinigung der öffentlichen und privaten Waldbesitzer in der Region Freiamt-Lenzburg. Als eine der vier Sektionen von WaldAargau sorgen wir für die regionale Abdeckung für den Forstkreis III im Kanton Aargau. Wir vertreten die Interessen unserer Mitglieder und unterstützen WaldAargau bei der Verfolgung seiner Ziele im Sektionsgebiet.
So vielfältig wie der Wald und Funktionen sind unsere Aufgaben:

  • Förderung des Holzabsatzes und der Holzverwendung, insbesondere auch im Bereich Holzenergie,
  • Förderung von Wohlfahrtsleistungen in den Bereichen, Erholung, Sport und Kultur im Wald der Mitglieder, sowie Beratung in damit verbundenen Abgeltungsfragen,
  • Förderung von Naturschutzaufgaben im Wald der Mitglieder,
  • Beratung und Unterstützung seiner Mitglieder in betrieblichen Angelegenheiten und in Marketingfragen,
  • Information seiner Mitglieder und der Bevölkerung mittels Waldbegehungen, Vorträgen, Kursen, Konferenzen,
  • Unterstützung der Weiterbildung seiner Mitglieder und des Forstpersonales,
  • Beteiligungen an aktiven Körperschaften in den Bereichen Holzvermarktung und Holzenergie,
  • Öffentlichkeitsarbeit für den Wald und seine Besitzer.

 

Vorstand
Hanspeter Gehrig, Präsident,  Ammerswil
Urs Huber, Vizepräsident, Förster, Jonen
Doris Stöckli, Stadträtin, Bremgarten
Patricia Küng, Administration und Kasse, Muri
Rolf Fankhauser, Kreisförster Sektion III, Wiesen
Matthias Bruder, Förster, Seengen
Martin Stücheli, Stadtrat, Lenzburg

 

Kontakt

 
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Geschichte
Am 22. Mai 1927 wurde der Freiämter Waldwirtschaftsverband im Sternen in Wohlen gegründet. Initiant war der damalige Kreisförster Gottlieb Stirnemann. Gründungsmitglieder waren die grossen Waldbesitzer, meist Ortsbürgergemeinden aber auch Gerechtigkeiten. Damals führte die Kantonale Forstverwaltung noch sechs Sektionen und die Kreisförster hatten ihre Büros im Sektionsgebiet. Während ein Teil der Holzverkäufe direkt in den Gemeinden ablief, wurden Kollektivverkäufe und Holzvermittlung über die regionalen Waldwirtschaftsverbände sichergestellt.  Die Verbandsaufgabe war sehr wichtig und verantwortungsvoll. Die Themen Naturschutz und Nachhaltigkeit waren in dieser Gründerzeit in den Forstkreisen schon präsent, aber hatten noch den Stellenwert wie heute. Die Freizeitnutzung spielte keine Rolle.
Die grossen Kollektivverkäufe und Holzvermittlung blieb lange Hauptaufgabe der in sechs Bezirken eingeteilten Sektionen der Aargauer Waldwirtschaft. Lange war bei uns auch der Name „Kreiswaldwirtschaftsverband 6 , Muri“ in Gebrauch. Nach und nach kamen  weitere Themen hinzu: Die regionale Aus-und Weiterbildung von Forstpersonal, Zusammenschlüsse von Forstbetrieben, Naturschutz, Nachhaltigkeit, neue Abrechnungsmodelle, Waldbenutzung bzw. Freizeitnutzung, aber auch  Sturmschäden, Schädlingsbefall und in der neueren Zeit erste sichtbare Auswirkungen der Klimaerwärmung.

In den Jahren 1990 bis 1994 erfolgte eine flächendeckende Standortskartierung – danach war es vorbei mit den sechsstelligen Beträgen in der Jahresrechnung. Ab 1994 wurden Holzvermittlung und Kollektivverkäufe dem Kantonalverband überlassen, somit hatte der Freiämter Waldwirtschaftsverband mehr Zeit für all die anderen Themen rund um den Wald. Dies war auch notwendig! Die Erlöse waren merklich gesunken und Holznutzung war (und ist) nicht mehr die alles dominierende Waldfunktion. Nur kurz später wurde auch die ganze Mitgliederadministration beim Kantonalverband zentralisiert.

2006 wurden die kantonalen Forstkreise und damit auch die Sektionen des Waldwirtschaftsverbandes neu eingeteilt. Zwei Sektionen wurden aufgelöst und ihre Gebiete auf die vier verbleibenden Sektionen verteilt. Die Freiämter Sektion wurde im Norden bis über die Aare und im Nordwesten bis ins untere Seetal erweitert.  Zu Recht selbstbewusst wurde die neue Sektion „Waldwirtschaftsverband Freiamt Lenzburg“ getauft – auch wenn der Kanton ganz aus Aarauer Sicht den Forstkreis  „Kreis 3 Lenzburg Freiamt“ nennt. 2019 hat sich der Name nochmals leicht geändert – die Wirtschaft ist rausgefallen.  Nach der Umbenennung des eidgenössischen Verbandes in WaldSchweiz und des kantonalen Verbandes in WaldAargau wollten auch wir den etwas sperrigen Namen ändern. Mit Wald Freiamt-Lenzburg (WFL) sind wir erkennbar und zeigen auch, dass unser Waldthemen bei weitem nicht mehr nur wirtschaftlicher Natur sind. Der Wald ist zwar im Besitz von Gemeinden, Organisation und Privaten aber er wird auch als öffentliches Gut betrachtet an das die verschiedensten Anforderungen gestellt werden.

Erfolgreiche Projekt wie Waldtafeln zur Besucherinformation, der Aufbau eines sehr guten Netzwerks von Holzschnitzelfeuerungen zusammen mit Holzenergie Freiamt, Mithilfe bei der Initiative „JA! für euse Wald“ oder die Erstellung eines Ratgebers für Waldkindergärten zeigen auf, dass es neue Themen gibt im Wald.